Die niedrigen Stärken (1 mg und 2,5 mg) ermöglichen eine kontrollierte Aufdosierung bei vulnerablen und jüngeren Patientengruppen. Ziel ist es, dosisabhängige Nebenwirkungen wie Übelkeit, motorische Symptome und Sedierung möglichst gering zu halten. Die Tablettenform ermöglicht zudem eine Dosiseinstellung in kleinen Schritten ohne Tablettenteilung.
Zulassung für Schizophrenie und Bipolar-I-Störung
Das neue Medikament ist seit Dezember 2025 für die Behandlung der Schizophrenie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren zugelassen. Die Zulassung gilt auch für die Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden der Bipolar-I-Störung und für die Prävention einer neuen manischen Episode bei Erwachsenen, die überwiegend manische Episoden hatten und deren manische Episoden auf die Behandlung mit Aripiprazol ansprachen. Bei Jugendlichen ab 13 Jahren wird es für eine bis zu 12 Wochen dauernde Behandlung von mäßigen bis schweren manischen Episoden der Bipolar-I-Störung angewendet.1
Wirkmechanismus
Aripiprazol wirkt als partieller Agonist an Dopamin-D2- sowie Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren und als Antagonist an 5-HT2A-Rezeptoren. Aufgrund der stabilisierenden Wirkung auf das Dopamin-System sind Effekte sowohl auf die Positiv- als auch die Negativsymptomatik zu erwarten, bei geringerem Risiko einer extrapyramidal-motorischen Symptomatik (EPS) oder einer Erhöhung des Prolaktinspiegels.2
Auszüge aus einer Pressemitteilung der axunio Pharma GmbH vom 08.07.2026.
- Fachinformation Aripiprazol axunio®. Stand 19.01.2026.
- Preda A, Shapiro BB. A safety evaluation of aripiprazole in the treatment of schizophrenia. Expert Opin Drug Saf. 2020;19(12):1529-1538. doi:10.1080/14740338.2020.1832990.