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Unter der Kongresspräsidentschaft von Hon.-Prof. Dr. med. Martin Merkel (Hamburg) und Prof. Dr. med. Sven Diederich (Berlin) erwartet Sie ein vielfältiges Programm mit 19 Symposien, Meet-the-Expert-Sessions, freien Vorträgen und einem internationalen ESE-Symposium.
Der Kongress beginnt am Mittwoch, den 11. März, mit einem Plenarvortrag: Wie Künstliche Intelligenz die Welt verändert (Mittwoch, 11. März, 12:00–13:00 Uhr).
Zur feierlichen Eröffnung wird Sascha Lobo, einer der bekanntesten deutschen Publizisten und Digitalexperten, beleuchten, wie Künstliche Intelligenz die Welt verändert – und was das für Gesundheit, Medizin und speziell die Endokrinologie bedeutet. Ein Vortrag, der weit über das Fachliche hinaus zum Nachdenken anregen dürfte.
Donnerstag, 12. März, 09:30–10:30 Uhr, Großer Saal
Prof. Martin Reincke wird die Berthold-Lecture zum Thema „70 Jahre Primärer Hyperaldosteronismus: Aktuelle Herausforderungen und zukünftiges Management" halten. Als renommierter Experte auf diesem Gebiet und Sekretär sowie Schatzmeister der DGE verspricht dieser Vortrag eine umfassende Standortbestimmung und einen Ausblick auf die Zukunft des Managements dieser häufig unterschätzten Erkrankung – ein Pflichttermin für alle, die in der Nebennieren-Endokrinologie und der Hypertonieabklärung tätig sind.
Symposium 4: ESE Guidelines and EndoCompass (Donnerstag, 12. März, 10:45–12:00 Uhr, Großer Saal)
Das Programm wird durch ein Symposium der European Society of Endocrinology (ESE) ergänzt, das sich sowohl auf aktuelle europäische Leitlinien als auch EU-Forschungsbereiche fokussiert. Unter dem Vorsitz von Wiebke Arlt (London) und Günter Stalla (München) werden drei hochaktuelle ESE-Leitlinien vorgestellt: Gérald Raverot (Lyon) präsentiert die überarbeitete Leitlinie zum Management aggressiver Hypophysentumore und Hypophysenkarzinome, Martin Fassnacht (Würzburg) stellt die ESE-Leitlinie zu Nebennieren-Inzidentalomen vor, und Felix Beuschlein (Zürich) referiert über die Diagnose und Therapie der glukokortikoid-induzierten Nebenniereninsuffizienz. Diese Session gibt einen aktuellen Überblick, um bei den europäischen Behandlungsstandards auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Symposium 13: Diabetes trifft Endokrinologie (Freitag, 13. März, 12:30–14:00 Uhr, Großer Saal)
Ein gemeinsames Symposium mit der DDG spiegelt die enge fachliche Zusammenarbeit und die klinische Verzahnung beider Disziplinen wider. Unter dem Vorsitz von Jochen Seufert (Freiburg) und Julia Szendroedi (Heidelberg) werden drei hochrelevante Schnittstellen beleuchtet: Martin Heni (Ulm) spricht über Steroiddiabetes, Julia Szendroedi über Genderaspekte bei Diabetes und Joachim Feldkamp (Bielefeld) über Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes. Für Diabetologen und Endokrinologen gleichermaßen ein zentraler Programmpunkt.
Das Thema Adipositas und metabolische Erkrankungen zieht sich als roter Faden durch das Programm.
Symposium 10: Adipositas – Aktuelle Aspekte zu Therapie und Folgen (Freitag, 13. März, 08:15–09:30 Uhr, Großer Saal)
Unter dem Vorsitz von Knut Mai (Berlin) und Martin Merkel (Hamburg) werden hochaktuelle Themen adressiert: Katharina Timper (München) geht der Frage nach, ob Adipositas heilbar ist, Dirk Müller-Wieland (Aachen) beleuchtet das kardiovaskuläre Risiko bei Adipositas, Matthias Laudes (Kiel) spricht über Adipositas und Leber (MASL), und Cornelia Jaursch-Hancke (Wiesbaden) widmet sich dem PCOS mit und ohne Adipositas.
Meet the Expert 6: Inkretine (Freitag, 13. März, 09:45–10:30 Uhr, Flügelsaal NORD)
Jochen Seufert (Freiburg) gibt in dieser praxisnahen Session einen Überblick über Inkretin-(Co-)Agonisten: Vom Verständnis der Gut-Pancreas-Brain-Achse zur Therapie von Diabetes, Adipositas und mehr. Eine Session, die angesichts der rasanten Entwicklung in diesem Feld besonders praxisrelevant sein dürfte.
Die Schilddrüsenmedizin ist mit gleich zwei dedizierten Formaten prominent vertreten.
Meet the Expert 1: Schilddrüse (Mittwoch, 11. März, 17:30–18:15 Uhr, Großer Saal)
In dieser Session widmet sich Joachim Feldkamp (Bielefeld) dem Thema Überdiagnostik und Übertherapie: Was ist sinnvoll? Eine aktuelle Fragestellung für den klinischen Alltag.
Symposium 8: Therapie mit Schilddrüsenhormon (Donnerstag, 12. März, 13:45–15:00 Uhr, Kleiner Saal)
Unter dem Vorsitz von Joachim Feldkamp und Michael Kreißl (Magdeburg) werden drei praxisrelevante Aspekte beleuchtet: Stefan Karger (Leipzig) referiert über individualisierte L-Thyroxin-Therapie und neue Galeniken, Joachim Feldkamp über die Assoziation von L-Thyroxin-Therapie mit Krebs, und Jörg Bojunga (Frankfurt) über die Therapie in besonderen Situationen wie Schwangerschaft und Alter.
Symposium 2: AG Hypophyse (Mittwoch, 11. März, 16:00–17:15 Uhr, Kleiner Saal)
Unter dem Vorsitz von Timo Deutschbein (Oldenburg) und Jörg Flitsch (Hamburg) werden spannende Themen diskutiert: Cihan Atila (Basel) widmet sich dem Thema „Oxytocin: das vergessene Hormon", und Rüdiger Gerlach (Erfurt) beleuchtet Risiken und Komplikationen der Hypophysenchirurgie.
Symposium 6: Neuroendocrinology (Donnerstag, 12. März, 10:45–12:00 Uhr, Flügelsaal NORD)
Unter dem Vorsitz von Ilonka Kreitschmann-Andermahr (Essen) und Marily Theodoropoulou (München) stehen aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus: Ulf Elbelt (Berlin) stellt die retrospektive Hypophysitis-Studie (R-Shine) vor, und Luis Gustavo Perez-Rivas (München) zeigt, wie molekulare Analysen die Risikostratifizierung bei Hypophysentumoren unterstützen können.
Symposium 5: Endokrine Onkologie (Donnerstag, 12. März, 10:45–12:00 Uhr, Kleiner Saal)
Unter dem Vorsitz von Harald Lahner (Essen) und Holger S. Willenberg (Rostock) werden zwei hochaktuelle Themen adressiert: Knut Mai (Berlin) referiert über endokrine Nebenwirkungen onkologischer Immuntherapien, und Annie Mathew (Essen) beleuchtet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei neuroendokrinen Tumoren (NET). Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Checkpoint-Inhibitoren ist diese Session für jede endokrinologische Praxis relevant.
Symposium 18: Nebenniere (Freitag, 13. März, 14:00–15:15 Uhr, Flügelsaal NORD)
Unter dem Vorsitz von Birgit Harbeck (Kiel) und Gesine Meyer (Frankfurt) werden innovative Themen präsentiert: Linus Haberbosch (Berlin) stellt die funktionelle Bildgebung bei Primärem Hyperaldosteronismus mittels 68Ga-PentixaFor PET vor, und Paul Schwarzlmüller (München) referiert über Steroidhormone als Modulatoren der Anti-Tumor-Immunität.
Symposium 9: Labordiagnostik (Donnerstag, 12. März, 13:45–15:00 Uhr, Flügelsaal NORD)
Unter dem Vorsitz von Martin Bidlingmaier (München) und Nicole Unger (Köln) werden praxisrelevante Fragen der endokrinen Labordiagnostik beleuchtet: Stephan Petersenn (Hamburg) diskutiert Sinn und Unsinn der Hormondiagnostik im Speichel, Christoph Seger (St. Gallen) gibt eine Bestandsaufnahme der massenspektrometrischen Steroidanalytik in der klinischen Routine, und Astrid Petersmann (Oldenburg) adressiert kritische Parameter der Präanalytik.
Symposium 19: Schwere Hypertriglyzeridämie – Was tun? (Mittwoch, 11. März, 16:00–17:15 Uhr, Flügelsaal SÜD)
Ein eigenes Symposium ist den klinisch und therapeutisch herausfordernden schweren Hypertriglyzeridämien gewidmet. Unter dem Vorsitz von Gerald Klose (Bremen) werden die Abgrenzung und klinische Bedeutung (Ulrike Schatz, Dresden), Ernährungsintervention (Stefan Lorkowski, Jena), die Studienlage zu Medikamenten sowie die Frage der Patientenadhärenz bei preisintensiven Therapien (Oliver Weingärtner, Jena) beleuchtet.
Symposium 16: Longevity (Freitag, 13. März, 14:00–15:15 Uhr, Großer Saal)
Den inhaltlichen Abschluss des Kongresses bildet ein besonderes Symposium zum Thema „Longevity", in dem verschiedene Fachvorträge aktuelle Perspektiven zu Alterungsprozessen, metabolischer Gesundheit und endokrinologischen Einflussfaktoren auf ein gesundes Altern beleuchten. Lenhard Rudolph (Jena) spricht über den Einfluss von Diätrestriktion auf Alterungsprozesse, Katarzyna Winek (Jena) beleuchtet die Gut-Brain-Achse beim Altern, und Holger Bierhoff (Jena) referiert über die Rolle nichtkodierender RNA bei Zelldifferenzierung und Tumorsuppression.
Karrierewege in der Endokrinologie (Mittwoch, 11. März, 11:00–14:15 Uhr, Großer Saal)
Im Karrieresymposium werden verschiedene Tätigkeitsfelder vorgestellt – von der Einzelpraxis über medizinische Versorgungszentren und die Industrie bis hin zur Universitätsklinik. Ziel ist es, jungen Kollegen wie auch erfahrenen Fachärzten konkrete Einblicke, realistische Perspektiven und Orientierung für unterschiedliche Karrierewege zu geben.
Symposium 7: YARE – (Auto-)Immunität in endokrinen Organen (Donnerstag, 12. März, 13:45–15:00 Uhr, Großer Saal)
Die Nachwuchs-AG YARE widmet sich dem Thema Autoimmunität in endokrinen Organen. Linus Haberbosch (Berlin) spricht über Hypophysitis als interdisziplinäre Herausforderung, und Julia Hecker (Berlin) präsentiert Ergebnisse zum Immune Profiling bei Patienten mit Leptin-Rezeptor-Mutationen.
Die interaktiven Meet-the-Expert-Formate bieten die Möglichkeit, in kleinerem Rahmen direkt mit führenden Experten zu diskutieren:
Die wissenschaftliche Exzellenz des Fachs wird in besonderer Weise im Rahmen des Wissenschafts-Campus im Posterbereich sichtbar, wo Universitäten, wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsgruppen ihre Arbeiten, Strukturen und Schwerpunkte präsentieren. Ergänzend dazu finden zwei Symposien mit Vorträgen aus eingereichten Abstracts statt, die ausgewählten Beiträgen eine Bühne geben und die enge Verzahnung von Forschung und klinischer Praxis unterstreichen. Am Donnerstagabend werden die DGE-Preise vergeben, gefolgt von der bewährten Posterparty mit Live-Band, die Raum für Austausch, Begegnung und geselliges Beisammensein bietet.
Am Mittwochabend lädt ein gemeinsamer Spaziergang mit Fassbier und Bierrufer durch Weimar in die Watzdorfer Geleitschenke ein – gekrönt von einer Lesung der Schriftstellerin Helga Schubert, Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises und des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
Dieser Überblick stellt nur eine Auswahl aus dem reichhaltigen Programm des 69. Deutschen Kongresses für Endokrinologie dar. In diesem Jahr haben sämtliche Arbeitsgemeinschaften und Sektionen der DGE jeweils ein eigenes Symposium gestaltet – damit spiegelt der Kongress die thematische Breite und die inhaltliche Tiefe des Fachs in einzigartiger Weise wider, von klassischen endokrinologischen Krankheitsbildern über seltene Erkrankungen bis hin zu aktuellen interdisziplinären Fragestellungen. Wir laden Sie herzlich ein, das vollständige Programm unter www.dge2026.de zu erkunden und sich Ihre persönliche Agenda für drei erkenntnisreiche und inspirierende Tage in Weimar zusammenzustellen.