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Unklare Koxitis

Dr. ...
Bewertung:


Unklare Koxitis

Wer hat zu folgendem Fall noch differentialdiagnostische Ideen? -
Mann, ca. Mitte 60 mit seit 6 Monaten immobilisierenden Koxalgien. Klinisch eindeutiger Hüftschmerz mit ausgeprägtem Kapselmuster und stärkstem Bewegungsschmerz. Röntgen ohne jegliche Arthrosezeichen, gelenknahe Osteoporose. MRT mit Erguß wechselnder Größe. CT mit regelrechter Knochenstruktur allerdings mit gelenknaher Osteoporose. Szinti nicht speichernd. BSG 20/46, CRP 3 (Referenz

Diskussion

6 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 62 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

möglicherweise eine transiente Osteoporose

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Primäre transiente Osteoporose könnte schon passen, aber mit erhöhten Entzündungswerten und Ergüssen hört sich das für mich eher rheumatisch an. rA/ parainfektiöse Synovitis: AntiCCP / BB-diffBB / ASL / Borrelien-Titer, evtl. Eiweiss-Elpho ? Hinweise für andere Erkrankung, die gelegentlich zu rheumatischen Ergüssen großer Gelenke führt: Crohn, seroneg. Spondarthropathien, paraneoplastisch, ...?
Falls das nicht weiter (ge-)führt (hat), würde ich als nächstes eines der beiden Gelenke diagnostisch punktieren (Zytologie/ Mikrobiologie/ Serologie/ Rheumatologie).

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Für eine "transitorische Osteopenie" ist der Mann zu alt. Falls ausgeprägte Gelenksteife besteht denke ich an eine "Frozen hip" - wahrscheinlich ist es aber einfach nur eine "aktivierte Arthrose" - die halt zunächst Erguß produziert und am Anfang noch keine Spuren im Rö. hinterläßt. Bei der Punktion die Therapie (LA+Cortison) nicht vergessen - hilft ja bei den weitaus häufigeren aktivierten Arthrosen des Kniegelenkes auch gut. Und in 1-2 Jahren wird dann bestimmt auch die zu erwartende Gelenkspaltverschmälerung sichtbar.

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Sehr häufig extraintestinale Yersiniose-Yersinien Ak.bestimmen

Dr. ...Dr. ...
Rheumatologie

Ich persönlich glaube nicht an einen entzündlichen Erguß, dagegen spricht zum Beispiel der Szintibefund und die fehlenden humoralen Entzündungsparameter.
Trotzdem sollte eine diagnostische Punktion angestrebt werden. Geht ja recht leicht unter Sonokontrolle.
Basislabor von rheumatologischer Seite wäre: HLA-B 27, RF, anti-CCP, Harnsäure, Ferritin, ANA (IFT), Borrelien. Evtl. noch Yersinien, Chlamydien (trachomatis).

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Vielen Dank für die Diskussionsbeiträge!
Sowohl die Rheumaserologie als auch die reaktiven Arthritiden waren negativ. Letztlich war es wohl eine aktivierte beginnende Koxarthrose. Wir haben nach Cortison-Infiltration noch eine chemische Synoviorthese angeschlossen, was eine nahezu vollständige Beschwerdefreiheit brachte.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Orthopädie und Unfallchirurgie, Rheumatologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
koxitis, synovitis

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23