Orthopädie und Unfallchirurgie, Schmerztherapie

Sekundäre Arthrose Grad 4 nach offener Meniskektomie vor 20 Jahren. Ist eine Umstellungsosteotomie notwendig? 3 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 79 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Dr. ...
Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin und Psychiatrie und Psychotherapie 1
Hagen Ambrock
Eine jetzt 41 Frau (meine Schwester) erlitt vor mehr als 20 Jahren einen Sportunfall. Es wurde eine offene Menisektomie am li Knie vorgenommen. Über die Jahre hinweg hat sich eine schwere Athrose entwickelt, die symptomatisch ist( Schmerzhafte Bewegungseinschränkung, Schwellung, Achsenfehlstellung, NSAR Bedarf) Jetzt ist von orthopädischer Seite eine diagnostische Arthroskopie vor geplanter Umstellungsosteotomie vorgesehen? Gäbe es Alternativen, z.B. Teilendoprothese?
Wie könnte das Pocedere aussehen? Welche Klinik hat damit gute Resultate erzielen können?

Abstimmungsergebnis


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3 Mitglieder fanden folgenden Kommentar hilfreich

Es kommt auf den radiologischen (wirklich 4. Grades?, wieviel Kompartimente - medial, lateral, retropatellar - sind betroffen?), klinischen (Z.n. medialer oder lateraler Meniskektomie, Grad der Achsabweichung, Funktion, Stabilität) und arthroskopischen Befund (noch intakte Strukturen bei radiologisch intakter Knochenstruktur in einem Kompartiment) an, ob eine Totalendoprothese mit oder ohne Achskorrektur oder eine Hemiprothese ausreichend ist. Eine alleinige Umstellungsosteotomie ohne Oberflächenersatz kommt bei Arthrose 4. Grades nicht in Betracht. Jeder gewissenhafte Orthopäde wird auf diesem Wege zu einer Entscheidung kommen. Erfahrung mit Hemiprothesenimplantationen liegen in nahezu jeder größeren orthopädisch-chirurgisch-tätigen Klinik (mehrere Orthopäden vor Ort, die Endoprothesen implantieren) seit einigen Jahren vor.
PS: Entsprechende physiotherapeutische Behandlungen nach oder ohne Arthroskopie kann den definitiven operativen Eingriff etwas hinausschieben, wird ihn höchstwahrscheinlich jedoch nicht verhindern können. Die Funktion wird sich voraussichtlich bei dieser sekundären, einseitigen Achsabweichung innerhalb kurzer Zeit wesentlich verschlechtern und damit die Lebensqualität.


Frau oder Herr Hilde- erst einmal vielen Dank für das schnelle und m.e. sorgfältige feed back. Meine Schwester hat all ihre Befunde gesammelt. Ich werde in den nächsten tagen meine frage noch einmal diesbezüglich konkretisieren.


Die Antwort des/der Kollegen-in Hilde ist sehr vernünftig und entspricht der Warheit. Ein gewissenhafter Kollege wird aus der difizilen Untersuchung und Beurteillung der Rö-Bilder zu dem für die Patientinm vernünftigen Vorschlag kommen. Eine Arthroscopie bei Kondylenglatze ist sicherlich
nur für den Kollegen wirksam.


"Hilde" hat alles richtig gesagt. Vor 15 Jahren hätte man die Teilendoprothese noch stringender gegenüber einer TEP vorgezogen, um Zeit zu überbrücken. Heute kann man bei günstigen allgemeinen Voraussetzungen auch gleich zur TEP raten.


Dr. ...
Dr. ...
FA für

Den Kommentaren kann beigepflichtet werden. Bei dem erwähnten Befund macht Teilprothese keinen Sinn. Achasabweichung ist kontraindiziert! Empfehle alles auszunützen, um Zeit zu gewinnen, Gelenktoilette o.ä., ggf dann bikon.TEP zu implantieren, gibt mittelfristig die besten Ergebnisse, da dadurch Achsabweichung gleich mitkorrigiert werden kann.


meine schwester wurde erfolgreich operiert, die achsenabweichung ist korrigiert, sie läuft besser als zuvor und hat bedeutend weniger schmerzen..und 10 kg an gewicht reduzieren können:)


Sehr geehrter Herr Böhm,

es freut mich, dass es Ihrer Schwester gut geht.

Alles Gute auch für Sie.

S.Brunner (Hilde)


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