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OP bald mit iPad?

Dr. ...


OP bald mit iPad?

Wenn man die heutige Medizin mit der Zeit noch vor ein paar Jahrzehnten vergleicht, hat die Medizintechnik überwältigende Fortschritte gemacht. Dieser Artikel
(siehe http://www.aerztezeitung.de/medizin/krank ... .html ), den die Ärztezeitung vor kurzem veröffentlicht hat, klingt noch nach Zukunftsmusik, soll jedoch bald in Kliniken umgesetzt werden.

Bioinformatikern an der DKFZ Heidelberg ist ein neues Programm zu verdanken, mit dem man während eines endoskopischen Eingriffs via iPad (!) eine Echtzeit-getreue virtuelle Darstellung vom Inneren des Patienten erhält. Am Tag vor der Operation werden MRT-Aufnahmen angefertigt, anhand derer das iPad später das Zielorgan, sowie die angrenzenden Strukturen des Patienten haargenau darstellten kann. Dies soll z.B. bei der Operation von Prostatakarzinomen die Potenznerven vor Schäden bewahren und positive Ränder reduzieren

Obwohl das alles eher nach futuristischer Cybermedizin klingt, soll Apples iPad schon bald Einzug in den realen OP-Saal finden. Noch dient diese Technik zwar eher als Unterstützung, denken Sie aber darauf ist schon so viel Verlass, dass man damit unbefangen Prostatakarzinome operieren kann?

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Diskussion

2 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 6 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
Gefäßchirurgie, Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Thoraxchirurgie

Kaum zu glauben, wie schnell die Technisierung der Medizin voranschreitet. Immerhin ist hierbei der Operateur noch ein Mensch. Gab es doch vor einigen Jahren bereits neurochirurgische Eingriffe in den USA, bei denen Roboter, durch Menschenhand, die OP durchgeführt haben und der Operationssaal menschenleer war…

Meiner Meinung nach ist dieser Fortschritt nicht aufhaltbar und solange das Wohl der Patienten nicht darunter leidet, sollten derartige Neuheiten unbedingt unterstützt werden.

Angenommen, innerhalb einer iPad-gestützten OP könnten noch so kleine Strukturen wie z.B. Nervenendugungen geschützt werden, welcher männliche Patient würde sich nicht über eine erhaltene Erektionsfähigkeit freuen?

Ich bin sehr gespannt, was moderne Medizin in der Zukunft für uns bedeutet wird.

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Kardiologie

In den letzten Jahren hat sich der Zweig der Bioinformatik tatsächlich enorm verstärkt und befindet sich nun auf einer Zielgeraden, deren Ende nicht absehbar ist. Sämtliche medizinische Praktiken können durch Erkenntnisse und Ideen der Bioinformatiker ständig modernisiert und präzisiert werden.

Dementsprechend halte ich auch die Methode der Operation via Tablet für eine durchaus durchsetzbare ( und nahezu revolutionäre). Doch bis zum unbefangenen Praktizieren der iPad-Operation wird es wohl schätzungsweise noch 5 Jahre Zeit brauchen, allein schon wegen strukturellen, finanziellen und das Personal betreffenden ( Weiterbildungs-) Gründen.

Ein allgemeiner Gedanke, der die medizinische Modernisierung betrifft: Man stelle sich einen Arzt vor, der vor 100 Jahren praktiziert hat. Dieser werde zum Leben erweckt und mit der für uns teilweise schon „archaischen“ Technik in Krankenhäusern konfrontiert. Man kann sich die Ratlosigkeit seines Gesichtsausdruckes ungefähr vorstellen. Warum sollte das einem heutigen Arzt mit der zukünftigen Technik nicht auch so gehen?

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Allgemeinmedizin, Öffentliches Gesundheitswesen

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
ipad, cybermedizin, OP

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23