Pathologie, Allgemeine Pathologie, Nephrologie

Nierenzell-CA mit Tumorzapfen 9 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Dr. ...
Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin
Erkrath
Liebes Kollegium,

ich habe mal eine pathologische Frage... Vielleicht gibt es den einen oder anderen Kollegen, der sich mit folgender Fragestellung schon befasst hat bzw. auf diesem Gebiet sattelfester ist als ich. Ich betreue hausärztlich einen Patienten, der vor kurzem einen Krankenhausaufenthalt hatte zur Entfernung eines Nierenzell-CA. Der Tumor war über vier Zentimeter groß, weshalb eine Nephrektomie durchgeführt wurde. Ein bestehender Tumorzapfen konnte entfernt werden. Nun steht im Bericht, dass der Tumor R1 reseziert wurde. Das bedeutet wiederum, dass der Tumor makroskopisch entfernt werden konnte, histopathologisch sich jedoch Tumoranteile im Resektionsrand zeigen. Nun stellt sich mir folgende Frage: Ergibt die Resektion eines Nierenzell-CA mit Tumorzapfen in die V. cava dann nicht immer eine R1-Resektion? Oder bedeutet das für meinen Patienten, dass auch die Gefäßwand infiltriert ist?

Ich bin dankbar für jegliche Hinweise.

Eine Infiltration der Gefäßwand würde durch das Tumorstadium T3c kodiert sein.
R1-Status bedeutet mikroskopischer Tumorrest im Rand des Resektionspräparates.
Ist eine Nachresektion erfolgt? Wenn nein, würde ich in der entsprechenden Abteilung mal nachfragen, weshalb keine Nachresektion erfolgt ist, sofern das R1-Ergebnis bereits im Schnellschnitt ersichtlich war.
Wenn der Tumor auf die Nieren begrenzt war, sprich: sich im Stadium T3 befand, also Nebenniere und Gerota-Faszie tumorfrei waren, würde der R1-Befund vermutlich im vaskulären Bereich zu suchen sein.

Das sind aber alles Mutmaßungen, die sich durch einen Kontakt mit der operierenden Abteilung sicherlich klären lassen.


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