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Nach DocMorris nun auch Schlecker?

Dr. ...
Bewertung:


Nach DocMorris nun auch Schlecker?

Nach DocMorris versucht nun auch die Drogerie-Kette Schlecker in das Apothekengeschäft vorzustossen.

Eine offensive Werbekampagne dazu wurde jedoch laut Focus Money Online vorerst gestoppt. Der Verkaufsstart war ursprünglich für den 11. Februar 2008 geplant gewesen.

Demnach plant Schlecker weiterhin für rezeptpflichtige Medikamente mit einheitlichen Preisen 3-Euro-Gutscheine auszugeben, um so Patienten / Kunden zu ködern. Bestellungen sollen telefonisch, schriftlich oder per Internet möglich sein, in den Filialen solle keine eratung stattfinden.

Den Artikel finden Sie hier: http://www.focus.de/finanzen/news/schleck ... .html

Wie beurteilen Sie als Ärzte das Angebot dieser neuartigen Apotheken?
Sehen Sie darin eher einen Angriff auf eine für Sie wichtige Kollegengruppe, oder eine überfällige Maßnahme um den überschießenden Preisen für Medikamente entgegenzuwirken?

Viele Grüße,
Ihr Esanum-Team!

Diskussion

4 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 93 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Abstimmungsergebnis

Wie beurteilen Sie die neuen Apotheken à la DocMorris?

Das Abstimmergebnis ist nur für esanum Mitglieder einsehbar. Eine Mitgliedschaft für Ärzte ist kostenlos!
2 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Interessant, dass Sie es ansprechen, habe mir auch darüber Gedanken gemacht: ist ein Dispensierverbot für Ärzte in Zeiten von Schlecker Apotheken wirklich noch sinnvoll? In der Schweiz scheint es mit dem nebeneinander von Apotheken und Ärzten mit Dispensierrecht problemlos zu klappen.
In Deutschland könnte dies eine deutliche Verbesserung für die Patientenversorgung und in Zeiten knapper Mittel eine sinnvolle zusätzliche Verdienstmöglichkeit für die Ärzteschaft bedeuten.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ich finde es schlimm, wenn nun meine Patienten sich nach Herzenslust und - schmerz wie in einem Kaufladen ihre Medikamente zusammenstellen. Man kann als verantwortungsbewußter Arzt dazu nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wie oft habe ich erlebt, dass gerade Mitbürger mit Migrationshintergrund sich aus der ehem. GUS Medikamente bestellen und dann auch noch untereinander austauschen. Da wird wild mit Digitalis, ß-Blockern u. a.
ähnlichen Medikamenten untereinander getauscht, "weil die rote Tablette einem so gut getan habe".....!!!!
Eine freie Verfügbarkeit von Medikamenten kann nicht zum Wohle des Patienten führen.
mit freundlichem Gruß, Alpine

2 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Auch hier sieht man den Einfluss von US-Vorbildern auf unser Gesundheitswesen. Allerdings ist es schon merkwürdig dass langjährig akademisch ausgebildete Pharmazeuten sich auf das Ziehen von Schubladen, den Austausch von Fertigarzneimitteln gemäß den jeweiligen Rabattverträgen der verschiedenen Kassen und das Führen von Listen und Statistiken reduzieren lassen. Ihre eigentlichen Aufgaben haben die Apotheker an die Industrie verloren.
Schade.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Pathologie, Allgemeine Gynäkologie

Sehr geehrte Kollegen,

Heute habe ich in der Ärztezeitung "Umfragen zum Arzneimittelvertrieb" gefunden.
In einer aktuellen Online- Umfrage der Tageszeitung "Die Welt" sprachen sich zehn Prozent der Teilnehmer dafür aus, dass Supermärkte Arzneien verkaufen dürfen. Bei einer Befragung des ZDF- Magazins Wiso hatten 83 Prozent angegeben, dass sie Arzneien bevorzugt in der Apotheke um die Ecke kaufen. Nach einer Forsa- Umfrage im Auftrag der ABDA lösen nur ein Prozent der Befragten die vom Arzt ausgestellten Rezepte bei einem Versandhändler ein.
Ich denke, dass man ähnliche Zustände wie in den USA unbedingt vermeiden sollte.
Liebe Grüße

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23