Innere Medizin, Gastroenterologie, Allgemeinmedizin

Erhöhter HbA1c ohne Diabetes? 4 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 149 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Dr. ...
Dr. ...
Kardiologie, Pneumologie
Berlin
Liebe Kollegen,

eine klitzeklein Frage an die Diabetologen unter uns. Ich habe in einer Routinekontrolle einer Nicht Diabetikerin einen HbA1c von 6, 3% - also gerade so erhöht. Sie hat keine Medikamente diesbezuglich - im OGTT hat sie eine geströrte Glucosetoleranz.

Soll man jetzt behandeln - oder reicht zunächst eine Belehrung über Bewegung, Zuckerreduktion etc. ?
Handelt es sich nun doch um einen Diabetes?
Vielen Dank und ein schönes Wochenende

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Dr. ...
Dr. ...
FÄ für Innere Medizin

Eine gestörte Glucosetoleranzstörung würde ich immer behandeln, wenn auch zunächst nicht medikamentös.


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Bei einem pathologischen OGTT ist von einem Diabetes mellitus auszugehen. Im vorliegenden Fall "latent", also nicht mit Tabletten oder gar mit Insulin, aber mit Lifestyle-Änderung zu behandeln. Dazu können auch diätetische Maßnahmen gehören.


3 Mitglieder fanden folgenden Kommentar hilfreich

zu erhöhten HBA1C-Werten kann es auch bei gestörtem Erythro-
zytenumsatz bei bestimmten Anaemieformen kommen ( verlänger-
te Erythrozytenlebenszeit, z.B. bei Eisenmangelanaemie mit
hohem Anteil älterer Erythrozyten, nach Eisengabe schneller
Abfall des HBA1C).Zu falsch niedrigen Werten kann es bei
hämolytischen Anämien kommen.In jedem Fall würde ich die ge-
störte Glucosetoleranz beratend begleiten (Ernährung und Be-wegung.


2 Mitglieder fanden folgenden Kommentar hilfreich

Dr. ...
Dr. ...
FA für Innere Medizin (allgm.)

Diese Konstellation ist sehr häufig. Kein Wunder, weil die Leute immer adipöser werden. Also: welchen BMI hat die Patientin und welchen Bauchumfang? Sind auch die TG erhöht?
Das metabol. Syndrom ist doch ein erhebl. Gesundheitsrisiko, also spreche ich gegenüber meinen Patienten oft von "Prädiabetes" oder "Schleichzucker". Dabei kann auch schon PNP bestehen... also mal die Stimmgabel für die Füsse gezückt.


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Dr. ...
Dr. ...
FA für

Sehr geehrter Herr Mauthe,
Ihr Kommentar hat mich erschüttert. Wem soll ein Off-Label Therapieversuch mit Sitagliptin nutzen?

Die Pharmaindustrie freut sich, das ist klar. Der Patient wird an ihre Praxis gebunden - hervorragend.
Ansonsten gibt es leider nur Nachteile, aber die hat ja jemand anderes.

Mit freundlichen Grüssen,


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